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#Demokratie #Preis #VOICE
21.04.2026

VOICE Albert O. Hirschman Preis 2026

    Ausschreibung für VOICE Preis 2026 / Open Call for VOICE Price 2026

    Die Ausschreibung für den VOICE Albert O. Hirschman Preis 2026 lief bis zum 5. Juli. Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Preis für Einmischung, Widerspruch und Erneuerung demokratischer Kultur setzt ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung; ausgezeichnet werden Beiträge oder Projekte aus dem Jahr 2025, die die demokratische Entwicklung fördern. Die Preisträger:innen werden im Oktober bekannt gegeben, die feierliche Preisverleihung ist für den 14. November 2026 in Berlin im tak Theater Aufbau Kreuzberg geplant. 

    Stiftung Kommunikationsaufbau is announcing the call for the VOICE Albert O. Hirschman Prize 2026. The prize, worth 15,000 euros, takes a stand against discrimination and exclusion and supports projects or initiatives that promote the participation of disadvantaged groups, encounter political disillusionment and confront populism. We are seeking projects and contributions from 2025 aimed at promoting and encouraging democracy, dialogue, and civic participation.

    The winners will be announced in Octobre, the awards ceremony will be be held on 14th November in Berlin in tak Theater Aufbau Kreuzberg.
     

    Bisherige Preisträger:innen / Previous winners:

    2025: Das Dialogformat We Want to Live , den Flinta*-Chor JASSA und die Initiative Happy Monday – Wjesoła póndźela in Bautzen

    2024: Das Medienhaus CORRECTIV, die Initiative Antisemitismus und Rassismus gemeinsam bekämpfen, der Verein RomaniPhen e.V. und das Projekt Watch The Med – Alarmphone

    Teilnahmebedingungen / Terms & Conditions 2026 
    Prämiert werden Beiträge oder Projekte aus dem Jahr 2025 zur Förderung und Ausweitung von Demokratie, Dialog und Teilhabe. Dies kann unter anderem ein Artikel, eine Publikation, eine öffentliche Veranstaltung, ein Podcast, eine Intervention oder eine Kampagne sein. Es sollte eine öffentliche Wirkung davon ausgehen. 
    Einsendeschluss ist der 5. Juli 2026. 

    The awards recognise contributions or projects by individuals, groups or initiatives from 2025 that promote and expand democracy, dialogue and participation. These may include, for example, an article, a publication, a public event, a podcast, an intervention or a campaign. The work should have a public impact. Applications and proposals are possible.
    The deadline for submissions is 5 July 2026.

    Die Jury

    Die Jury für den VOICE Albert O. Hirschman Preis für Einmischung, Widerspruch und Erneuerung demokratischer Kultur besteht aus: 

    Justus von Daniels (geboren1978) ist Jurist und Journalist. Nach seinem Jurastudium in Leipzig, Budapest und Berlin, Promotion an der Humboldt-Universität Berlin und jur Referendariat arbeitete er zunächst als freier Journalist ua für die ZEIT und den Tagesspiegel. 2010 war er als Postdoc am Institut for Advanced Study in Princeton, USA. 2015 kam Justus als Investigativreporter zu CORRECTIV. 2018 baute er dort das Netzwerk Correctiv.Lokal auf, seit 2019 ist Justus von Daniels Chefredakteur von CORRECTIV. Neben investigativen Recherchen zu dem Geheimtreffen in Potsdam, dubiosen Kanälen des Lobbyismus oder illegalen Parteispenden, entwickelt er die Idee der Bürgerrecherche weiter. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet.

    Prof. Dr. Anette Eva Fasang (geboren 1980) ist Geisteswissenschaftlerin und Professorin für Mikrosoziologie Nach ihrem Studium der Soziologie an der LMU München wurde sie Doktorandin an der Jacobs University in Bremen. Noch während des Studiums engagierte sich Fasang am Center for Research on Inequalities and the Life Course (CIQLE) an der Yale University in New Haven, Parallel dazu war sie 2010 bis 2011 als Gastwissenschaftlerin am Institute for Social and Economic Research and Policy (ISERP) der Columbia University in New York City tätig. Seit 2011 lehrt sie an der Humboldt-Universität zu Berlin, 2023 wurde sie zur Direktorin des Instituts für Sozialwissenschaften ernannt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Lebensverlaufsforschung, Familienforschung, Altern und Ruhestand, Demografie, Sozialstruktur und Quantitative Sozialforschung.

    Gianni Jovanovic (geboren 1978) ist Unternehmer, Aktivist, Performer und Autor. Als Sohn einer Roma-Familie machte er früh Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung. Mit 14 Jahren verheirateten ihn seine Eltern, mit 16 und mit 17 wurde er Vater. Anfang 20 outete sich Gianni Jovanovic als homosexuell und trennte sich von seiner Ehefrau. Inzwischen ist er zweifacher Großvater und seit 15 Jahren glücklich mit seinem Ehemann zusammen. Über seine Erfahrungen schrieb er in seinem Buch: Ich, ein Kind der kleinen Mehrheit. Blumenbar, Berlin 2022. Gianni Jovanovic engagiert sich intensiv für die Rechte von Roma & Sinti. Mit diversen Projekten und Initiativen macht er sich auch für Menschen der LGBTIQ-Community stark, aktuell unter anderem in seiner Rolle als Co-Host der Fernsehshow Drag Race Germany.

    Katharina Warda (geboren 1985) wuchs in Wernigerode auf. 2014 erwarb sie den Magisterabschluss in Soziologie, Germanistische
    Literaturwissenschaft und Interkulturelle Wirtschaftskommunikation in
    Jena. Im Rahmen ihrer Dissertation arbeitete sie wissenschaftlich in Berlin und Princeton (USA). 2021 wurde sie Beiratsmitglied von „Kein Schlussstrich!“, einem bundesweiten Theaterprojekt zum NSU-Komplex. Das Projekt
    „Dunkeldeutschland“ über ihre Rassismus Erfahrungen in der DDR machte sie in ganz Deutschland bekannt. Als Soziologin, Filmmacherin und freie Autorin arbeite sie zu den Themen Ostdeutschland, Rassismus, Klassismus und Punk. Sie ist Vorsitzende der Jury.