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#Demokratie #Preis
12.10.2026

Das sind die Preisträger*innen des VOICE Preis 2026!

    Die Preisträger:innen des VOICE Albert O. Hirschman Preis 2026 stehen fest: Der mit 7.000 Euro dotierte Hauptpreis geht an Max Schneller und seine Initiative maximal.demokratisch. Zwei weitere Auszeichnungen mit je 4.000 Euro Preisgeld erhalten das Inklusive Radio IrreLeicht von Freies Radio CORAX sowie Lorie Quint für das Projekt Briefwechsel: Von Kiez zu Kiez des Neuköllner Vereins MORUS 14.

    Max Schneller: Mutige Widerrede für demokratischen Zusammenhalt 
    Max Schneller wird für seinen entschlossenen Einsatz gegen Rechtsextremismus ausgezeichnet. Im Fokus der Würdigung steht seine mutige Rede im April 2025, als der damals Sechzehnjährige bei einer Querdenker-Demonstration in Sachsen-Anhalt zum Mikrofon griff und für Demokratie und Antifaschismus eintrat. Seine Gegenrede ging viral, mobilisierte zahlreiche Unterstützer*innen und legte den Grundstein für seine Initiative maximal.demokratisch. Seitdem tritt er im digitalen und im analogen Raum entschlossen gegen aktuelle politische Entwicklungen und für Menschenrechte und Solidarität ein und erreicht damit hunderttausende Menschen. Er beweist eindrucksvoll, wie ein Einzelner die eigene Stimme erheben kann, um den demokratischen Zusammenhalt aktiv zu verteidigen. Damit mischt er sich ganz im Sinne von Albert O. Hirschman ein und leistet Widerspruch.

    IrreLeicht: Inklusives Radio für mehr politische Teilhabe 
    Ein zweiter Preis geht an das inklusive Radioprojekt IrreLeicht von Freies Radio CORAX in Halle (Saale). Bei Irre Leicht und der hier prämierten Sendung feder·leicht besuchen das ehemalige KZ Buchenwald geht es darum, Menschen mit Unterstützungsbedarf als Medienschaffende zu empowern, Erinnerungskultur auch durch die Verwendung leichter Sprache für alle zugänglich zu machen und so mehr politische Teilhabe zu ermöglichen. Das Team verdeutlicht mit seiner Arbeit, dass politische Bildung und historische Erinnerung keine exklusiven Räume sein dürfen und welche Bedeutung barrierearme Angebote für die demokratische Teilhabe besitzen.

    Lorie Quint: Mit Brieffreundschaften zu neuen Perspektiven
    Ebenfalls mit einem zweiten Preis wird die Theologin und Pädagogin Lorie Quint für das Projekt Briefwechsel: Von Kiez zu Kiez des Neuköllner Vereins MORUS 14 ausgezeichnet, das Grundschulkinder aus unterschiedlichen Lebensrealitäten durch Briefwechsel miteinander vernetzt. Sie schreiben in persönlichen Briefen über ihren Alltag, ihre Familien und Hoffnungen und oft weitet sich der Dialog bis in die Familien aus. Genau in diesen kleinen Verschiebungen zeigt sich die Kraft des Projekts: Begegnung entsteht nicht als großes Ereignis, sondern als leise, aber reale Erweiterung der eigenen Lebenswelt, die den Abbau von Vorurteilen mit der Stärkung von Empathie verknüpft.

    „Die Ausgezeichneten beweisen auf beeindruckende Weise Haltung und Mut zum Widerspruch, schaffen Sichtbarkeit für oft überhörte Perspektiven und laden zum echten Dialog ein“, erläutert die Juryvorsitzende Katharina Warda die diesjährige Prämierung. „Gerade angesichts zunehmender Spaltung in der Gesellschaft geben sie Zuversicht und zeigen, dass Veränderungen möglich sind, wenn wir einander zuhören und gemeinsam für ein Miteinander einstehen.“

    Der Jury gehören an: Justus von Daniels (Chefredakteur von CORRECTIV), Prof. Dr. Anette Eva Fasang (Sozialwissenschaftlerin und Professorin für Mikrosoziologie), Gianni Jovanovic (Unternehmer, Aktivist, Performer und Autor) und Katharina Warda (Soziologin, Autorin und Jury-Vorsitzende).

    Die Preisverleihung wird am 16. November in Berlin im tak Theater Aufbau Kreuzberg stattfinden und ist öffentlich und eintrittsfrei. Weitere Details zur Veranstaltung werden zeitnah veröffentlicht.